Saisonauftakt

 

am Sonntag, 18. März 2018 in Dotzheim

Vortrag von Herrn Schürmann vom Schaustellerverband mit umfangreichen Unterlagen über Volksfeste.

 

Bei Interesse herunterladen unter: volksfestabc.dsbev.de

 

Wiesbadener Kurier am 20. März 2018

Wiesbadener Kerbeveranstalter klagen über Bürokratie und Sicherheitsaufwand

Von Anja Baumgart-Pietsch

DOTZHEIM - Im großen Ganzen zeigten sich die Mitglieder der IG Kerbe- und Brauchtumsvereine zum Saisonauftakt 2018 ziemlich zufrieden. Die Veranstaltung fand dieses Mal, ausgerichtet von den Kerbegesellschaften Dotzheim und Kohlheck, im Dotzheimer Turnerheim statt. Der Einladung gefolgt waren auch Bürgermeister Oliver Franz, Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel, Martin Michel von Wiesbaden Marketing, die komplette, teils neue Belegschaft des Veranstaltungsbüros mit ihrem Leiter Christoph Fink und weitere wichtige Partner der Vereine aus Politik und Verwaltung.

Dass heute ein Volksfest mit großem bürokratischem Aufwand verbunden ist, bedeutet eine Herausforderung: Allein für die Sicherheit der Besucher muss vieles bedacht werden. In seinem Rückblick berichtete IG-Vorstandsmitglied Thomas Schreiner von der Notwendigkeit, kreativ weiterzudenken, und nannte als gutes Beispiel die Igstadter „Winterkerb“.

Er kritisierte, dass die Stadt zunehmend Festplätze an Profis vermiete. „Der Kuchen kann halt nur einmal verteilt werden. Wir brauchen eigentlich keine Profiveranstaltungen, die den Vereinen das Leben schwer machen.“ Denn anders als die Profis leisteten die Vereine das ganze Jahr über wertvolle soziale Arbeit.

Gute Zusammenarbeit mit den Ämtern

Das Sicherheitskonzept habe sich bewährt, hier lobte Schreiner ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern. Das Dauerthema Plakatierung liefe „besser, aber noch nicht optimal“. Hierzu gibt es auch eine neue Broschüre der Stadt. Ein Wunsch sei indes ein noch besserer Draht zum Oberbürgermeister. „Wir möchten gehört und ernst genommen werden.“ Für die Saison 2018 verwies Schreiner auf drei Jubiläen, nämlich das 65. Nauroder Äppelblütefest, das 70. Schiersteiner Hafenfest und die 85. Freudenberger Kerb. Werbung machte Schreiner für einen Zugwagen der Dacho, der beim Fastnachtszug die Sicherheitsmaßnahmen bei Veranstaltungen auf die Schippe genommen hatte. „Den gibt es noch und der kann jetzt gerne bei einzelnen Kerbezügen mitfahren.“ Dann wünschte er noch „gutes Wetter, friedliche Besucher und nicht zu viel Konkurrenz durch die Fußball-Weltmeisterschaft“ für die kommende Saison.

Bürgermeister Franz erwiderte, dass er den Kontaktwunsch dem Oberbürgermeister übermitteln werde. „Die Stadt braucht Ihre ehrenamtlichen Leistungen und bedankt sich dafür“, sagte der Bürgermeister und lobte das auch das Veranstaltungsbüro des ihm unterstellten Ordnungsamts als zentralem Ansprechpartner der Vereine. Der Leiter des Veranstaltungsbüros, Christoph Fink, betonte ebenfalls die gute Zusammenarbeit. „Sie bieten der Gemeinschaft im Ort mit Ihren Veranstaltungen schöne Erlebnisse. Dafür spreche ich Ihnen meinen Respekt aus. Feiern ist wichtig für den Zusammenhalt in der Bevölkerung, dabei kann man sich nämlich tatsächlich und nicht nur in den sozialen Medien begegnen. Darin wollen wir Sie bestmöglich unterstützen.“

IG-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Jonas, der durch die Veranstaltung führte, konnte abschließend noch ankündigen, dass es für die IG-Mitglieder demnächst eine spezielle Besichtigung des neuen Rhein-Main- Congress-Centrums durch Wiesbaden Marketing geben werde.